Sehr geehrter Herr Dr. xyz,

Wie ich Ihnen bei meinen letzten Besuchen sagte, stört mich die Beschallung in Ihrem Wartezimmer sehr. Obwohl ich Ihre fachliche Kompetenz schätze und gerne Ihr(e) Patient(in) geblieben wäre, kann ich Sie wegen der Hintergrundmusik, von der Sie leider nicht Abstand nehmen wollen, in Zukunft nicht mehr konsultieren.

Es mag sein, dass, wie Sie sagen, manche Ihrer Patienten die Musik als angenehm und entspannend empfinden. Das ist bei mir nicht so. Sicher werden Sie verstehen, dass ein Patient, der Sie wegen eines Leidens aufsucht und auf Ihre Hilfe angewiesen ist, nicht in der Lage ist, mit Ihnen oder der Rezeptionistin über die Modalitäten Ihrer Einrichtung zu diskutieren. Der Respekt vor demjenigen, dem man sich anvertrauen will, verbietet dies. Umgekehrt sollte ein Arzt davon ausgehen, dass Patienten einen Arzt nicht aufsuchen, damit sie mit Musik zerstreut und unterhalten werden, sondern davon, dass sie krank sind und/oder Hilfe brauchen.

Die von Ihnen angebotene vorherige Absprache setzt voraus, dass ich mich immer gesund zu einem Besuch bei Ihnen anmelde, und schließt den überraschenden Fall einer plötzlichen Erkrankung aus. Diesem Gedankengang kann ich nicht folgen.

Divertissement und Unterhaltung sucht man normalerweise nicht beim Arzt.

MfG